Die Geschichten von Paul und Paula, Max und mir!

Seit mittlerweile sieben Jahren gibt es einen „Termin“ in der Woche, auf den ich mich immer besonders freue. An diesem Tag nämlich klemme ich mir ein Buch unter den rechten Arm und auf der linken Seite nehmen, je nach Tagesform, entweder Paula, Max oder Paul Platz. Sie werden plötzlich Teil der Erlebniswelt der Kinder der Abteilungen Kleiner Onkel und Herr Nilsson.
Jeder kennt das, es gibt Streit ums Spielzeug, Eifersüchtelei, weil die beste Freundin heute den ganzen Tag mit jemand anderem spielt. Es soll Jungen geben, die tragen ein rosa Kleid und kleine Mädchen, die großen Jungs laut die Meinung sagen. Kleine Geschwister, die ständig das Gebaute oder Gebastelte kaputt machen nerven genauso, wie die Tante, die immer zur Begrüßung einen dicken Kuss haben will.
Diese Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem turbulenten und manchmal herausfordernden Alltag der Kinder zwischen drei und sechs Jahren.
Wohin mit all den Gefühlen, wie Angst, Wut, Einsamkeit oder Eifersucht?
Die lebensgroßen Puppen Paula, Max und Paul sollen ein stückweit „Leidensgenossen“ für unsere Kinder sein, die exakt mit den gleichen Problemen kämpfen, wie sie selbst. Das schafft Vertrauen und eine Basis, mit Hilfe von passend dazu ausgewählten Geschichten, gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Es geht dabei nicht immer darum, eine Lösung zu präsentieren, sondern den Kindern das Gefühl zu vermitteln: Ich sehe dich, mit deinen starken Gefühlen und nehme dich ernst. Du bist hier nicht allein.
Jedes Mal, wenn Dutzende von Kinderaugen gebannt an meinen Lippen hängen und mit großen Augen und staunendem Mund dasitzen und noch mehr hören wollen, dann ja dann, stellt sich dieses Kribbeln in meinem Bauch ein, so ein magischer Moment.
Deshalb ist dieser „Termin“ mein liebster in der ganzen Woche.

Conny, die mit der Paula…